Ein Webvideo bitte! Was kostet das?

Mit dieser Frage werden TV- und Videoproduzenten heute des Öfteren konfrontiert. Kein Wunder, denn die Nachfrage nach bewegten Bildern ist gestiegen, der Nutzen ist mittlerweile erkannt - allein an Bewegtbild-Know-how mangelt es.

Qualität hat ihren Preis

Umfang und Kosten einer Filmproduktion werden oftmals unterschätzt. Das liegt nicht zuletzt an einer Reihe von Produzenten, die sogenannte Imagefilme für 500 Euro das Stück anbieten. Wer hier zugreift, darf sich nicht beschweren, wenn er am Ende ein Billigvideo erhält - ohne eigene Note, ohne Geschichte, ohne Sinn und damit ohne Nutzen! Ein Imagefilm ist Ihre Visitenkarte im Netz! Fragen Sie sich einfach, ob Ihnen Ihr Image bzw. das Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit wirklich nur 500 Euro wert ist...

Nun gibt es natürlich nicht nur Imagefilme. Die Bewegtbild-Produktpalette ist groß und reicht vom Produktvideo über PR-Stories, vom Recruitingvideo über Dokumentationen, vom Messe- oder Eventfilm bis hin zum Web-TV-Beitrag oder Werbespot - um nur einige zu nennen. Was alle Erscheinungsformen aber eint, ist die hohe Komplexität bei Konzeption und Produktion! 

Die Produktion eines Films, und sei es "nur für das Internet", bedeutet also nicht nur Kamera aufstellen, ein bisschen drehen und schneiden, sondern verlangt in vielerlei Hinsicht nach professioneller Beratung und Betreuung!

Und was kostet nun ein Webvideo?

Die Antwort: Es kommt darauf an!

Einen Autohändler bittet man schließlich auch nicht einfach um ein Auto, sondern teilt ihm genau mit, welches Modell und welche Ausstattungsmerkmale man wünscht und nennt ihm den Betrag, den man auszugeben bereit ist. Genau so sollte es auch bei der Beauftragung eines Webvideos sein. Wichtig ist, neben Format- und Einsatzortbestimmung, die Definition einer Botschaft sowie eines konkreten Ziels, das bestenfalls am Ende auch messbar ist.

Um aber völlig unverbindlich ein paar Hausnummern für Imagefilme zu nennen: Einfache Imagefilme, die ihrer Bezeichnung einigermaßen gerecht werden, gibt es für wenige tausend Euro. Typische Budgets für ordentliche Imagefilme beginnen bei ca. 10.000 Euro, hochwertige Filme kosten schon mal 30.000 bis 100.000 Euro. Eine Obergrenze gibt es nicht und gerade umfangreiche Produktionen mit Drehs im Ausland, prominenten Testimonials, aufwendigen Computeranimationen etc. erreichen noch ganz andere Höhen.

Fairerweise muss man sagen, dass ein hohes Budget nicht unbedingt Garant für einen guten Film und einen hohen Nutzen ist. Wenn Sie eine kleine Pension im Bayerischen Wald besitzen, benötigen Sie vermutlich keinen Hochglanz-Film im Hollywood-Look. Vielleicht reicht es in diesem Fall, ein paar Zimmer und die Stube abzufilmen, denn das ist es ja, was potentielle Gäste bei der Suche im Netz interessiert und unter Umständen tatsächlich für 500 Euro zu realisieren ist.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl an Filmformaten, die unterschiedlichen Zwecken dienen und daher unterschiedliche Herangehensweisen in Konzeption und Produktion fordern. Mangelndes Know-how führt oftmals dazu, dass man von Billigangeboten geblendet wird oder - im umgekehrten Fall - zehntausende Euro für einen Film zahlt, der nur einen Bruchteil davon wert ist.

Wenn Sie sich für den empfehlenswerten Schritt zum eigenen Bewegtbildangebot entscheiden, sollten Sie sich daher an ausgewiesene Profis bzw. an erfahrene Produktionsfirmen wenden, die sich Zeit für Sie nehmen, Sie über die Möglichkeiten informieren, Ihnen kreative Ideen unterbreiten und gemeinsam mit Ihnen Inhalt, Stil, Form und Ziel festlegen. Wie Sie die finden? Sehen Sie sich einfach mal bei YouTube oder auf anderen Unternehmens-Webseiten um. Wenn Sie dann einige Filme gesehen haben, können Sie sicher schon Unterschiede in Machart und Qualität erkennen, daraus den eigenen Anspruch ableiten, die jeweiligen Produzenten eruieren und sich weitere Machwerke zeigen lassen und Angebote erstellen lassen. Viel Erfolg! 

 

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